Sabine Nuss (So. 1.3. 11 Uhr): Baugebiet Kleineschholz – Wem gehört der Boden und wie nachhaltig leben wir?

Wir laden Sie herzliche ein zum nächsten Vortrag am

Sonntag, 1.3.2026, 11 Uhr
Im Weingut Andreas Dilger (Urachstr. 3, Freiburg)
Der Eintritt ist frei!

Als das Baugebiet Kleineschholz von der Stadt Freiburg ausgeschrieben wurde, war das vorrangige Kriterium für den Zuschlag die Gemeinwohlorientierung. „Baulöwen müssen draußen bleiben“ titelte die Badische Zeitung seinerzeit. In diesem Jahr beginnt auch die Grundstücksvergabe des Stadtteils Dietenbach. Auch hier will man über spezielle Regularien verhindern, dass der Grund und Boden irgendwann einmal wieder in die Hände von Privatinvestoren gerät und damit Objekt von Spekulation wird. Aber gemeinderätliche Mehrheiten können sich ändern und niemand weiß, ob die Kommune in späteren Zeiten ihre Möglichkeiten ausschöpfen wird, um die weitere soziale Nutzung der Grundstücke zu sichern. Wir erinnern uns allzu gut an den städtischen Versuch von 2006, die kommunale Wohnungsbaugesellschaft komplett zu verkaufen. Wie also kann eine gemeinnützige Bewirtschaftung von Grund und Boden nachhaltig sein und dadurch sozial bleiben?

Vergesellschaftet, vergemeinschaftet, gemeinwohlorientiert? – Zur Kritik des Privateigentums und mögliche Alternativen

Vortrag & Diskussion mit Sabine Nuss, Berlin

Vor diesem Hintergrund lädt der Bauverein “Wem gehört die Stadt” zu Vortrag & Diskussion mit der Berliner Publizistin Dr. Sabine Nuss. Die Politikwissenschaftlerin beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit den destruktiven Auswirkungen von Privateigentum und freiem Markt auf das soziale Gefüge unserer Gesellschaft und ihrem Verhältnis zur Natur. Sie nimmt unsere Vorstellung von Eigentum grundlegend auseinander und zeigt, welche Machtverhältnisse hinter der Ideologie des Privateigentums stehen und wie das dazu führt, dass soziale, nachhaltige und an allen Menschen gleichermaßen versorgungsorientierte Strukturen des Eigentums kaum noch denkbar, bzw. diskreditiert sind. Anhand aktueller Auseinandersetzungen im Kontext der Wohnungskrise in Berlin erläutert sie die Forderung sozialer Bewegungen nach „Vergesellschaftung“ von Grund und Boden, nicht nur als Alternative zu Privateigentum, sondern auch als Alternative zu Gemeineigentum.

Dr. Sabine Nuss ist Publizistin, Podcasterin und Autorin mehrerer Bücher zum Thema Eigentum und Kritik des Kapitalismus. Zuletzt erschien von ihr das Buch „Der verdrängte Kapitalismus. Möglichkeiten und Grenzen einer antifaschistischen Wirtschaftspolitik“. Ihre Arbeiten sind dokumentiert unter sabinenuss.de

Klimafreundlich bauen auf Kleinescholz – viel Holz, viel Solarstrom, viel Dachgrün?

Sonntag, 8.2.2026, 11 Uhr
Im Weingut Andreas Dilger
Urachstr.3, Freiburg

 

 

 

 

 

 

 

Bei den Grundstücksvergaben auf Kleineschholz spielte die Klimafreundlichkeit von Baustoffen und Energieversorgung eine wichtige Rolle.
Doch klimaschonendes Bauen heisst nicht nur klimafreundliche Baustoffe zu erwenden, sondern auch sparsam mit den vorhandenen Bauflächen um zu gehen – denn sie sind eine nachwachsenden Rohstoffe.
Bundesweit steigt der Flächenverbrauch pro Person seit Jahren kontinuierlich, aus ganz unterschiedlichen Gründen. Setzen wir diese Entwicklung fort, wird auch Freiburg in Zukunft deutlich mehr Wohnfläche benötigen.
Wie können wir mit dem Flächenbedarf einerseits und der Flächenknappheit andereseits umgehen, um ein gutes Leben für möglichst viele Menschen auf begrenztem Platzangebot zu realisieren?
Wir zeigen anhand von wissenschaftlichen und kommunalen Erhebungen die Entwicklung des Flächenverbrauchs sowie anhand von Bauplanungen der Kesh³ – Projekte, wie flächenverbrauchs-sensibler Neubau in der Stadt gelingen könnte.

Wir freuen uns auf den Austausch und die gemeinsame Diskussion.
Mit herzlicher Einladung vom Bauverein “Wem gehört die Stadt”
Eintritt frei!